Unser 1. Vorsitzender bei der Übergabe des Spendenschecks für die Errichtung einer VIC-Klinik

und eines OP-Saales im St. Pauls Krankenhaus in Homa-Bay. Näheres erfahren Sie unter dem

Link "Projekt OP-Saal".

 

         

 

                             

 

Hier übergibt unser Vorsitzender noch 250 € für eine Regenrinne

 

Brief von Paul Schützeichel aus Kenia

Gestern habe ich vier Besucher des Bischofs in Nairobi abgeholt. Zwei von Ihnen gehören dem Verein Freunde für Afrika e.V. an, welcher mich hier ja gewaltig unterstützt. Nicht nur, dass ich jetzt wieder in den Genuss komme, mit Landsmännern zu reden, auch haben sie Geld für eine VCT-Clinic, welche im St. Paul’s Mission Hospital eingerichtet werden soll, mitgebracht. In einer VCT-Clinic werden Menschen auf Aids getestet, unabhängig von einem positiven oder negativen Ergebnis beraten und mit antiretroviralen Mitteln zur Eindämmung der Krankheit versorgt.

In wenigen Tagen werden wir dann damit beginnen die VCT-Clinc in einem bestehenden Gebäude einzurichten. Der Plan, den ich zusammen mit dem Architekten Okoth ausgearbeitet habe, sieht drei Beratungsräume, ein Arztzimmer und einen großen Warteraum vor. Im Warteraum werden Broschüren ausliegen und Patienten mittels DVD- Player und Fernseher über die Krankheit Aids, ihre Vorbeugung und den Umgang mit dieser Infektion aufgeklärt werden.

Aids ist besonders in der Region Homa Bay ein riesiges Problem. In und um Homa Bay ist nach offiziellen Angaben fast jeder Dritte infiziert. Mir wurde allerdings gesagt, dass dies keine sicheren Angaben seien, da wenige Menschen, die im „Busch“ wohnen, getestet und aufgeklärt werden. Die wirkliche Anzahl der Infizierten dürfte noch höher liegen. In einigen Regionen hier geht die Aids-Rate sogar bis über 85%. Dies vor allem auf Inseln im Viktoriasee.

Für die Menschen ist der Kampf gegen Aids ein täglicher und erbitterter Kampf und betrifft jeden. Mit der neuen VCT-Clinic im St. Paul's Mission Hospital soll versucht werden, den immer größer werdenden Strom von Menschen in der VCT-Clinic im Distriktkrankenhaus und anderen VCT-Clinicen in Homa Bay selber zu bewältigen. So kommen allein in die VCT-Clinic im Distriktkrankenhaus täglich zwischen 80-100 Patienten.

VCT-Clinic

In dieser Rubrik möchte ich Sie über den Bau der VCT-Clinic, die von dem Verein Freunde für Afrika e.V. gesponsort wird, informieren.

 

Seit dem 25.01.2007 haben wir hier im St. Pauls Mission Hospital mit dem Bau einer VCT-Clinic begonnen (VCT steht für Voluntary Counselling and Testing). In einer VCT-Clinic werden Aids-Patienten auf ihren HIV-Status getestet und, ob positiv oder negativ, beraten. Für die Finanzierung des Projektes kommt der Verein Freunde für Afrika e.V. auf.

Zusammen mit einem einheimischen Architekten (dem selben, der mir auch beim bei der Planung für den OP-Saal hilft) habe ich schon vor einiger Zeit Pläne und die Durchführung des Projektes ausgearbeitet. Eingerichtet wird die VCT-Clinic in einem schon bestehenden Gebäude, in dem wir verschiedene Zimmer zur Beratung, eine Registry und einen Wartesaal einbauen werden.

Die VCT-Clinic im St. Pauls Mission Hospital soll vor allem die Jugend ansprechen. Ist es doch gerade die junge Generation, die aufgeklärt und der Krankheit Aids den Kampf ansagen muss, um sich und ihren Nachkommen die Zukunft zu sichern. Konkret heißt das für die Planung, dass wir in dieser VCT der Jugend möglichst viel Freiheit und Zeit zugestehen werden. So werden wir auf Jugendliche zugeschnittene Beratungsmaterialien beschaffen, In-door und Out-door Spiele bereitstellen (wie Brettspiele, Dart, Tischtennis) und einen Fernseher mit DVD-Spieler installieren. Außerdem werden möglichst junge Berater hier arbeiten.

Wenn in Zukunft genügend Patienten kommen werden, ist eine Gebäudeerweiterung in Planung, um ein Labor, eine Aptheke und weitere Räume einzurichten zu können. Damit wäre es möglich, antiretrovirale Medikamente an HIV-positive Personen auszugeben. Für die erste Zeit ist allerdings nur die Beratung der Patienten geplant. HIV-positive Patienten werden in der Zwischenzeit für Medikamente ins Distriktkrankenhaus überwiesen

 

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